Montagsalphabet: W wie Windmühlenmesser

w-wie-windmuehlenmesser

Es ist schon viele Jahre her, da wollte ein fliegender Händler in einer Kneipe ein 12-teiliges Messerset an den Mann bringen. Ist das heute eigentlich eigentlich noch erlaubt? Messer? Auf der Straße, abends auf dem Kiez? Das mehr oder eher weniger praktische Set haben wir natürlich nicht erstanden, aber am Ende Tränen gelacht, weil unser Begleiter den Verkäufer in ein Gespräch über die Farbenlehre von Kunststoffmessergriffen verwickelt  hat und ihm die entscheidende Frage stellte, wie lange die Messer des Messersets denn scharf blieben. Ich wage zu bezweifeln, ob die Messer aus seinem Sortiment heute noch im Gebrauch sind. Und der arme Mann hat wahrscheinlich bis heute nichts vom Solinger Dünnschliff gehört. Hatten wir damals auch noch nicht. Heute schwören wir drauf.

Nach dem Prinzip dieser traditionellen Schleiftechnik werden die Windmühlenmesser von Robert Herder noch immer hergestellt. Entscheidend ist der Schliffwinkel: Die Klinge wird dünn geschliffen und läuft schlank und sehr spitz auf die Schneide zu. Dadurch sind die Messer besonders scharf. Was viele nicht wissen: zum Nachschärfen genügt es, die Klinge 2-3 über Wetzstahl zu ziehen. Dann halten sie Jahre. Das kleine Schälmesser ist bei uns täglich im Einsatz. Weitere Modelle gibt es in unserem Shop.

Jetzt fehlen nur noch X, Y und Z in unserem Montagsalpabet.

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